Schlussmacher PlakatSchon mal Schluss gemacht? Ja klar, das kommt schon mal vor, aber so richtig Freude bereitet das nicht zwingend. Das Geflenne, Gekreische oder Gezicke nervt doch dabei wie die Pest. Darum gibt's den „Schlussmacher", eine Agentur, die das professionell übernimmt, besser gesagt abwickelt. Gegen Honorar natürlich und Happy-End-Box inklusive.

So kurios das Thema auch klingen mag, so kurios ist es auch. Als Hauptdarsteller, Regisseur und Produzent hat Matthias Schweighöfer sämtliche Register gezogen, und eine geniale Komödie in die Kinos gebracht. Als Paul, der „Schlussmacher" übernimmt er den Job des finalen Nachrichtenüberbringers mit Bravour, in aalglatter, karrieregeiler Juppie-Manier.

Hobbit PlakatEs lebe die Trilogie! Nach Herr der Ringe startet nun Peter Jacksons neue Troilogie, die des Hobbit in die Kinos. Damals hatte „Herr der Ringe" schon neue Maßstäbe des filmerischen Könnens gesetzt, aber der Hobbit setzt die Messlatte noch um einige Meter höher.

Was hier geschaffen wurde sucht seines gleichen. Eine Bildnerische und soundtechnische Leinwandorgie lässt den Film in den cineastischen Himmel gleiten. Man möchte meinen: „Das Kino wurde hier neu erfunden." Dabei wirkt Hobbit in keiner Weise als stundenfüllendes Leinwandepos, sondern ganz im Gegenteil als kurzweiliger 169 Minuten-Streifen.

7 Psychos PlakatFür den, der es mag, sind die „Sieben Psychos" das einzig wahre im Kinohimmel. Ohne Frage, man muss es mögen, 110 Minuten lang damit konfrontiert zu werden. Und wer es mag, der wird von dem querdenkenden beißenden Humor nicht genug bekommen können. Morbides erhält hier eine neue Qualität.

Das Drehbuch dazu gibt dem Streifen sein irres Charisma. Der Autor leidet an Schreibblockade. Sein Freund, ein Schauspieler, hilft ihm quasi als Souffleuse und trichtert ihm diese pechschwarze Komödie ein, so lange, bis auch der Abspann des Buches geschrieben steht. Ein Buch voller abartiger Ideen, und in dem es an Psychonachschub nie fehlt.

The Man with the Iron Fists PlakatWer echtes Hau-Drauf-Kino liebt, der fühlt sich in „The Man with the Iron Fists" brutal wohl. Hier geht es um die klassische Gut und Böse Geschichte, die alles in allem nur den Stoff bietet, damit sich die Leinwandhelden nach Strich und Faden verkloppen können.

Das alles spielt in einer Szenerie zwischen Samurai, Kung Fu und Wilder Westen. In irgend einem Chinesischen Kleindorf kommt nämlich eine Ladung Gold an, für die sich die verschiedensten Interessensgruppen interessier- en.

Mittendrin die bildhübschen Frauen aus dem örtliche Amüsier-Hotel, der einzigen Absteige in dem Kaff. Doch dann kommt Leben in die Bude und aus der romantischen Dorfidylle wird der Schauplatz für die mutigen, starken und gewieften.

twieligt PlakatFrauenüberschuss im Kino – das gibt es selten, dazu benötigt es schon einen Film wie „Breaking Dawn" aus der Twilight Saga. An was liegt es, dass die jungen Damen schon per Internet ihren Kinosessel vorbuchen, um sich die besten Plätze zu sichern? Ganz klar, der Film strotzt nur so von gut aussehenden männlichen Hauptdarstellern von Girly-Romanze und Friede, Freude heile Welt.

In der Vampir-WG strotzt es nur so von knisternder Erotik, sowohl geküsst als auch platonisch. Und zu allem Kuschelglück gesellt sich der langersehnter Kinderwunsch. Edward Cullens und Bella Cullens  sind stolze Eltern ihres Kindes Renesmée geworden. Ein Stoff der Mädchenherzen zum schwelgen bringt.

Cloud Atlas Plakat164 Minuten Kino, das benötigt Sitzfleisch und Konzentration. Cloud Atlas setzt zudem neue Maßstäbe des Deutschen Kinos. Filme, in denen drei bis vier Einzelgeschichten ineinander verwoben werden, gibt es schon zuhauf. Aber nun kommt die sechste Dimension auf die Leinwand. 100 Millionen Euro verschlang die wohl bisher teuerste Deutsche Filmproduktion aller Zeiten zur Verfilmung von David Michells Roman „Der Wolkenatlas".

„Think big", das mag die Regisseure Andy Wachowski, Lana Wachowski, Tom Tykwer zu diesem Werk angetrieben haben. Den Besucher erwartet ein Bildgewaltiges Werk, mit Weltniveau.

Ranjid PlakatDas beste Rezept gegen November-Trübsal heißt „Agent Ranjid rettet die Welt". 81 hirnverbrannte Minuten sorgen für Dauerspannkraft in den Lachmuskeln. 81 Minuten lang, wird alles und jeder nach Strich und Faden verarscht. Und ihr ganz besonderes Fett bekommen die Holländer ab. Sie essen Käse, tragen Holzschuhe, kleiden sich orange und fahren Wohnwagen. Aber nicht nur die Holländer werden auf's Korn genommen, genauso auch Türken, Inder, Deutsche, die Bundesmerkel und Bunga Bunga Berlusconi.

In Sachen Komödie haben Deutsche Filmemacher in diesem Jahr meist total in's Fettnäpfchen getreten. „Agent Ranjid rettet die Welt" macht alles wieder wett.

TED Bayerisch"TED", wie gesagt, ein Film den zwar keiner braucht, aber mit dem das Leben einfach lockerer wird, hat eine neue Synchronisation bekommen. Nun kann der knuddelige Teddy plötzlich bayerisch, eher oberbayerisch.

Der Film gewinnt dadurch. Der Bär wird noch sympathischer und wesentlich witziger. Gut, die Gags könnten noch deftiger, fetziger und noch griabiger sein. Aber es reicht eigentlich schon. Es sind echt Top-Knaller dabei. Schade, dass nur TEDs Stimme neue eingespielt wurde. Ein kleiner Wermutstropfen am Rande.

Inhaltlich bleibt der Bayern-Bär ganz klar an der Deutschen Originalfassung, halt auf Bayerisch, in einem Dialekt, den auch Schwaben, Franken und Zuagroaste verstehen.

total recall Plakat„Total Recall“ – Ein Filmtitel, bei dem jeder automatisch an Arnold Arni Schwarzenegger denk. Und jetzt kommt der Neuaufguss in’s Kino. Klappt das ohne dem steirischen Muskelhelden? Ja, es klappt durch und durch. Es muss wirklich nicht immer Schwarzenegger drin sein, wo Arnold drauf steht.

Die Story kommt absolut genial. Im Jahr 2084 gibt es nur noch wenige Flecken auf dem Erdball, die bewohnbar sind. England und Australien. Im guten alten Großbritannien leben die, die die Macht haben, in down under der Arbeitsmob. Bei Länder sind mit einem gigantischen Fahrstuhl verbunden, der in 18 Minuten durch den Erdmittelpunkt führt.

Ted-PlakatEigentlich sind die Amis doch stinkbiedere Zeitgenossen – so möchte man meinen. Und dann kreuzt „Ted" im Kino auf, um mit diesen Vorurteil aufzuräumen. Der Bär treibt's ganz schön krass und sein Freund John hält in allen Lebenslagen mit. Das Kind im Manne will ganz und gar nicht erwachsen werden. Dauerfernsehen, Dauer- sackkratzen und Dauerkiffen sind angesagt. In „Ted" bleibt es nicht bei einem Joint und wenn's mal mehr sein soll, dann kommt die gute alte Blubber zum Einsatz. Früher hat man Cheech and Chong geschaut, heute „Ted".

Ein Film erst ab 16, für alle, die nicht gleich in Gewissenskonflikte geraten, wenn sie Hasch- konsum sehen, sondern sich völlig losgelöst derb-witzigen Bärencharme reinziehen wollen.

Batman-Plakat165 Filmminuten erwarten den Kinogänger im der „vorerst" letzten Batman-Verfilmung. Zweidreiviertel Stunden, prallgefüllt mit Aktion, mit sozialkritischen Metaphern, mit düsterem Kino-Epos, mit Filmtricks aus der Blockbuster-Kiste, akustisch verpackt mit einem orchestralen Hintergrundsound, und, und, und... Das muss erst mal ein Filmemacher nachmachen: 165 Minuten, ganz ohne Längen und schwächen – Respekt!

Ganz offen und ehrlich muss auch gesagt werden: Für jedes Detail gibt es bessere Filme. Bessere Aktion-Streifen, Blockbuster-Tricks oder Sound- tracks. Aber hier kommt der Batmanbonus in's Spiel. Der Fledermausmann, die zweite Identität des Milliardärs Bruce Wayne, der gegen das Böse kämpft, weil Gotham City gerettet werden muss.

Lorax Plakat„Lorax", kennt den noch jemand? Schon 40 Jahre ist es her, dass Dr. Seuss unter diesem Titel einen Kinderbuchklassiker verfasste. Ein fabelhaftes Märchen, das die Welt verbessert. Über gnadenlose zerstörerische Profitgier und über Ökoaktivismus zum Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Nach 40 Jahren hat der „Lorax" nichts von seiner Aktualität verloren.

Endlich wurde das Buch verfilmt, oder besser gesagt in 3D animiert. Ein feiner Film mit wunderbaren Bildern, mit Witz, mit Charme und mit einer Botschaft, aus der wir alle etwas mit nach Hause nehmen sollen.

Tschernobyl diaries PlakatEndlich: Der Grusel kehrt wieder auf die Leinwand zurück, zu wie er sein soll. Denn der echte Horror entsteht nämlich im Kopf. Dazu braucht es keine schleimtriefenden Monster, sondern Schatten und Geräusche. Im Hintergrund schluft es, man ahnt schon was kommt, es schlägt zu und dann zuckst du zusammen. Nicht du alleine, sondern alle Filmbesucher im Kinokollektiv. Das schweißt zusammen, denn auf dich alleine gestellt, wärst du wohl der nächste, den sie holen.

So einfach und so effektvoll funktioniert Gruselkino und „Tschernobyl Diaries" hat es drauf, dich in die Welt zu entführen, aus der du nie wieder heraus kommst.

Kochen ist Chefsache PlakatKochsendungen im Fernsehen, kommt heute ja leider niemand mehr aus. Doch dort, wo Lichters, Lafers und die Lecker-Lanze aufhören, beginnt „Kochen ist Chefsache". Die Französischen Komödie hat die richtige Note, die perfekte Würze und vor allem höchstes Niveau.

Mit „Ziemlich beste Freunde" bekamen wir Anfangs des Jahres schon einmal eine Französische Komödie auf die Leinwand serviert, die zum überraschenden Kassenknaller wurde. Genau an dieses Genre knüpft „Kochen ist Chefsache" an.

Act of Valor„Valor", das Wort wird mit „Mut" oder „Tapferkeit" übersetzt. Und wie sollte es auch anders sein? Amerikanische Soldaten sind in einer Amerikanischen Produktion immer die Mutigsten und Tapfersten. Natürlich bis zum Tode. Der gehört eben mit dazu im Kampf gegen den Feind.

Ohne Frage: „Act of Valor" bleibt von Anfang bis zum Ende spannen und es fehlt dem Film auch nicht an der nötigen Portion Aktion. Doch irgendwie wird man das Gefühl nicht los, mitten in einem Computerspiel zu sitzen, einem jener Spiele, die die Wächter über Sitte und Moral am liebsten auf den Index setzen würden.

Hochzeitsvideo PlakatDie Vorschau hat irgendwie vermittelt, als würde bei „Das Hochzeitsvideo" ein Witz- und Gagfeuerwerk gezündet. Doch in der Realität kommt oft vieles anders. Übertrieben ausgedrückt, könnte man den Film auch als Zumutung bezeichnen.

Wieso, weshalb warum? Sönke Wortmanns Idee zu diesem Film war und ist genial. Doch was letztendlich umgesetzt wurde, enttäuscht total. Hätte sich der Regisseur, auf einen Zusammenschnitt der Pointen reduziert, wäre der Streifen auf Kurzfilmformat gekürzt, aber denn würde er knallen. So bleibt dem werten Kinobesucher nichts anderes übrig, als gelangweilt auf den nächsten Lacher zu warten.

project-xToll – endlich erleben wir einmal, was geschieht, wenn eine facebook-Einladung versehentlich mit „öffentlich" an alle gepostet wird. Dann geht's richtig zu Sache, die Bude rockt und am Ende kommt die Polizei und räumt gründlich auf. Genau das geschieht in „Project X", zwar nicht als Nacherzählung eines reellen Vorfalls, sondern als apoka- lyptische Fiktion mit Sex, Drugs und Rock and Roll.

Schon wieder so eine alles dokumen- tierende „Wackelkamera"-Verfilmung" mag man sich in den ersten Minuten denken. Doch genau die gibt dem Film seinen Pfiff. Immer auf den Ort des Geschehens fokusiert, bringt sie den fragwürdigen Unsinn perfekt auf die Leinwand.

Chronicle-PlakatEs gibt Filme, die lassen sich nich in gut oder schlecht einreihen. Das muss bei "Chronicle - Wozu bist du fähig?" jeder selbst entscheiden. Irgendwie nervt der Streifen, aber das bringt er so überzeugend und überdreht rüber, dass man meinen könnte, eine Filmlegende zu sehen. Oder handelt es sich deshalb um einen legendären Film, weil er bald im Tal der Legenden verschwindet?

Drei High-School-Kumpels in spät pubertärer Phase, kriechen in ein rein zufällig geöffnetes schwarzes Loch und werden während ihres speläologischem Untergrundausflugs durch einen - wie auch immer gearteten "Brrrzt-Effekt" mit übermenschlichen Kräften aufgeladen.

Battleship PlakatBraucht ein Actionfilm unbedingt Handlung? Na klar! Und diese beseht dann am besten aus Blockbuster-Bombast. In 130 Minuten geht auf der Leinwand wirklich so ziemlich alles zu Bruch und in Scherben was zerstört werden kann.

130 Minuten, die sogar noch um eine Stunde länger dauern könnten. Battleship fehlt es ganz und gar an Langatmigkeit – so wollen wir das. Das Happy-End kommt sogar irgendwie unverhofft und viel zu früh. Liegt das daran, dass Regisseur Peter Berg die Schiffe ausgingen?

Gut, die erste halbe Stunde, muss der Kinobesucher ausharren. Solange dauert es, bis die Charaktäre erklärt sind. Aber dann stürzt schon das erste Hochhaus ein.

Russendisko Plakat"Russendisco" - Das klingt doch schon wieder ir- gendwie nach Vorurteil. Nach Wodkatrunknen Ost- europäern, auf der Suche nach Stunk und Schlä- gerei. Nach unanpassungsfähigen Leuten, die in ihrer "Väterchen Frost"-Sehnsucht schwelgen.

Von wegen: "Russendisco" läuft ganz anders ab. Mit Witz und Charme, mit Freundschaft und Ostalgie. Andrej, Mischa und Wladimir sehen in ihrer Heimat keine Zukunft mehr. Ihr Ziel lautet Berlin und ein neues Leben im bröckelnden Sozialismus von 1990.

Mit cool bis extracool begegnen sie ihrer neuen Situation. Und es muss natürlich Geld in's Haus kommen. Mit pfiffigen Ideen und unbekümmerten Idealismus machen sie das Beste daraus.

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